Wie es war.
Wie es wurde.
Ich bin gelernte Köchin – aber ich hab immer nebenbei im Service gearbeitet. 2011 bin ich in die Selbstständigkeit gegangen. Clubgastronomie, nichts für schwache Nerven. Später kam das Servus in Osdorf. Biergarten, 350 Plätze, immer voll. Klingt gut, oder?
Aber irgendwann hat mir jemand gefehlt. Die Gäste. Nicht die Masse – die Menschen. Ich hatte nie genug Zeit für das was mir wirklich wichtig war. Am Ende musste ich in die Küche – Personalmangel. Und die Gäste haben gemerkt dass ich fehle.
„Das wollte ich nicht mehr."
Mit Yvonnes kleinem Gasthaus haben wir etwas geschaffen was persönlicher nicht geht. Du kommst rein und fühlst dich wohl. So wie es früher war – diese alte Etikette die irgendwo unterwegs verloren gegangen ist. Kein Trubel, kein Durchlauferhitzer. Wir kochen hier für 30 bis maximal 40 Gäste am Abend. Die Nachfrage ist riesig. Und das freut uns sehr.
Basti kam ursprünglich nur um in der Küche im Servus zu helfen. Irgendwie ist er dann auch in meiner geblieben.
Er wollte den Job eigentlich an den Nagel hängen – heute ist er Koch, Allrounder und Haushandwerker in einem. Er hat in vielen Küchen gekocht – Sterneküche, Catering, italienisch, deutsch. Die österreichische kam spät, aber sie hat ihn nicht mehr losgelassen.
Wir harmonieren noch nicht immer perfekt – aber wir arbeiten täglich daran. Österreich haben wir uns gemeinsam erarbeitet, durch Freundschaften, Reisen und Momente die uns geprägt haben. Also haben wir dieses kleine Gasthaus gebaut. Für euch – und ein bisschen auch für uns. Frisch, ehrlich, alles aus eigener Hand. Nur das Eis kaufen wir noch zu.
„Kann man als Nicht-Österreicher authentisch österreichisch kochen?— Yvonne & Basti
Ja – wenn man verliebt ist in die Tradition."